Donnerstag, 22. Juni 2017

Zwischendurch: Päuschen

Wie neulich schon befürchtet: diese Woche gibt es leider keinen neuen Beitrag. Plattfuss und Jan B. vertreten den Blog auf dem Bierpassie Weekend in Antwerpen und ich steige unterwegs aus und sichte ein paar Tage lang klassische belgische Bierrezepte. Nächste Woche melden wir uns dann mit "neuem Stoff" zurück.

- Euer Tomas Aquinas


Sonntag, 18. Juni 2017

Bunratty Irish Potcheen (40% Vol.)

Potcheen oder Poitin ist das, was die Schwarzbrenner in Irland viele Jahrhunderte bei Nacht gebrannt haben, um den verhassten Excisemen (den Steuereintreibern der Krone) ein Schnippchen schlagen zu können. Bei Mondschein (daher auch der Name Moonshine, der meistens jedoch für ähnliche Destillate aus den USA oder von anderswoher benutzt wird) entstand also ein starker, klarer Getreideschnaps, den man in anderen Ländern ohne zu zögern als Wodka angesprochen hätte. Oder, um es anders zu sagen: Es ist ein Whisky, der noch kein Whisky ist, weil er nicht die minimal vorgeschriebenen Jahre im Eichenfass zugebracht hat.

Wenn man das Zeug legal kaufen möchte, hat man - in Irland - nicht allzuviel Auswahl. Bunratty gehört zu den bekannteren Anbietern und hat deren zwei im Angebot: einen mit 40 (den wir heute verkosten) und einen mit 45 Umdrehungen. Das Hauptgeschäftsfeld der Firma ist übrigens nicht der Potcheen, sondern Honigwein bzw. Meade, wie auch ihr voller Name (Bunratty Winery) bezeugt. Und ja, wo wir gerade davon sprechen: Irland produziert tatsächlich zusätzlich auch noch ganz normalen Wein, wie ich bei dieser Recherche lernen durfte. Bunrattys Produktionsstätten liegen übrigens in den restaurierten und umgebauten ehemaligen Stallungen des gleichnamigen Schlosses, einer der größeren Touristenattraktionen in der Gegend. Erwähnt habe ich es schon oben: authentischer "Mondschein" ist selbstverständlich viel, viel stärker und dieser hier ist für den Massengebrauch auf Trinkstärke herabgesetzt worden.



Art und Herkunft: New Make Spirit/Moonshine, Irland (Co. Clare)

Sonntag, 11. Juni 2017

Sind so kleine Biere, Teil LIV: SNAB Ijs Bok Hout (9,0% Vol.)

Dies ist nun "endlich" das letzte Bier von denen, die ich schon vor einiger Zeit aus den Niederlanden mitgebracht habe. Und es ist auch das dunkelste und schwerste aus der Reihe. Das Kürzel SNAB musste ich auch erstmal googeln, obwohl es ja eine Webseite der Brauerei gibt. Laut Wikipedia steht SNAB für Stichting Noord-Hollandse Bierbrouwers. Die Gesellschaft existiert bereits seit 1991, ist aber erst nach der Jahrtausendwende so richtig in Erscheinung getreten.

Die SNAB entwickelt die Rezepte selbst (erklärtes Ziel ist die Wiedereinführung traditioneller bzw. in Vergessenheit geratener Bierstile), lässt mangels Kapazität jedoch "fremdbrauen", nämlich bei der bereits bekannten Proefbrouwerij im belgischen Lochristi. Neben dem heute vorgestellten Eisbock gibt es noch so einige andere Raritäten, zum Beispiel ein Russian Imperial Stout, ein Rauchbier und ein Honigbier.

Das Ijs Bok Hout wurde mit Hallertau-Hersbrucker Hopfen gebraut und lagert in Fässern aus amerikanischer Weißeiche - daher auch ein Teil seines Namens.

Art und Herkunft: Eisbock, Niederlande und Belgien.

Besonderheiten: Reifung und Lagerung in Eichenfässern.