Es ist ein Glück im Unglück, sozusagen, dass ich die Beiträge nicht immer gleich am selben Tag schreibe, an dem die Verkostung stattfindet. Einerseits erfordert es natürlich einen gewissen Grad an Organisation - etwa in Form eines Zettelkastens zwecks Gedächtnisstütze. Andererseits bin ich nicht darauf angewiesen, dass mein Geruchs- und Geschmackssinn jederzeit zu 100 Prozent funktionieren. Und das tun sie in der Tat heute nicht. Ich muss mir wohl endlich diesen ekligen Erkältungsvirus eingefangen haben, der seit Wochen auf der Arbeit grassiert und Kolleginnen und Kollegen links und rechts niedergestreckt hat. Jetzt habe ich schwer angeschwollene Nasenschleimhäute und rieche und schmecke genau nullkommanix. Aber, wie gesagt, ich habe ja meine Aufzeichnungen.

Art und Herkunft: Single Malt, Schottland (Islay)
Besonderheiten: Single Cask, nicht kaltfiltriert, nicht gefärbt.
Aussehen und Aroma: Hellgelb, safranfarben. In der Nase süße Aromen. Rosinen, gebuttertes Popcorn. Fichtennadeln. Wenig Torf.
Geschmack: Eher dünnes Mundgefühl, jedoch kräftiger Antritt. Torfsoden und Meersalz. Im Mittelteil Lakritz und Minze.
Abgang: Lang und kräftig. Minze und Eukalyptus wirken noch lange nach.
Fazit/Tipp: Ein Bowmore, der weniger nach Meer als nach Wald schmeckt. Nur leicht süß und torfiger, als man zunächst denkt. Ich empfehle ausdrücklich den Zusatz von etwas Wasser, da man so nicht nur mehr Wald in der Nase, sondern auch mehr Süße auf der Zunge hat. Weiche, blumige Noten wie z.B. Lavendel kommen ebenfalls hinzu.
Der nächste planmäßige Beitrag erscheint am 8. November 2014.
- Euer Tomas Aquinas
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